Die Kraft der Edelsteine nutzen

Die Wirkung von Heilsteinen

Der Aquamarin bei Allergien und Ausschlägen, der Amethyst bei Kopfschmerzen und Verspannung, der Bergkristall für Nerven und Sinne: Edelsteinen und Mineralien werden schon seit Jahrhunderten gewisse Heilkräfte nachgesagt.

Wissenschaftlich anerkannt sind diese Kräfte nicht, dennoch setzen einige Therapeuten auf die Behandlung mit Heilsteinen bei verschiedensten Beschwerden – zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, Erschöpfung, Unruhegefühl, Verspannungen und Angstzuständen. In der einfachsten Behandlungsform werden die jeweils passenden Steine in der Tasche oder als Schmuck am Körper getragen; teils legen Therapeuten die Steine aber auch auf bestimmte Körperstellen auf, um eine intensivere Wirkung zu erzielen.


Massage mit Heilsteinen

Darüber hinaus wird die Kraft der Heilsteine oft mit Wellness-Anwendungen kombiniert, vor allem mit Massagen. Dafür werden dann zum Beispiel erwärmte Edelsteinöle und Steine in verschiedenen Formen (Stäbe, Kugeln, Griffel) genutzt. Edelsteinmassagen sollen vor allem entspannen, das Wohlbefinden steigern, die Selbstheilungskräfte ankurbeln sowie Körper und Geist harmonisieren und neue Lebensenergie spenden. Bei der Massage werden bewusst bestimmte Reflexpunkte und Meridiane am Körper stimuliert.


Populär: Edelsteinwasser

Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Abwaschungen oder das Trinken von Edelsteinwasser. Angeblich gab es bereits in der Antike den Brauch, Steine in Wasser zu legen, um ihre positiven Energien zu Heilzwecken zu nutzen. Mittlerweile ist Edelsteinwasser weit verbreitet, in vielen Haushalten wird die populäre Grundmischung aus Amethyst, Bergkristall und Rosenquarz verwendet. Man sieht die Karaffen mit den schönen Steinen auch auf den Tischen von veganen Restaurants und in der Bar von Wellness-Hotels. Es spricht auch eigentlich nichts dagegen, Steine zur allgemeinen Trinkwasserverbesserung einzusetzen.


Mit einem gezielten therapeutischen Ansatz hat das Wellness-Wasser aber nichts zu tun.

Heilpraktiker und andere Therapeuten, die mit der Kraft der Steine behandeln, beziehen sich in der Regel auf die Edelstein-Heilkunde der Äbtissin Hildegard von Bingen. Für die im zwölften Jahrhundert wirkende Kirchengelehrte hatten Steine genau wie Pflanzen heilende Kräfte. Die Benediktinerin widmete den Heilsteinen großen Raum in ihrem Werk „Physica – das Buch vom inneren Wesen der verschiedenen Naturen der Geschöpfe“, geschrieben vor über 850 Jahren.

Bemerkenswert:

Die Äbtissin beschrieb nicht nur die Eigenschaften und Wirkungen der Steine, sondern auch ihre Entstehung. Woher sie ihr detailliertes Wissen hatte, das erst Jahrhunderte später von den Forschungsergebnissen der modernen Mineralogie bestätigt wurde, ist nicht geklärt.
Im Krankheitsfall sollte eine Edelsteinbehandlung natürlich eher als begleitende Therapieform zum Einsatz kommen und nicht als alleiniges Heilmittel. Das ist übrigens auch ganz im Sinne der Heiligen Hildegard.

Sie ist aus heutiger Sicht eine sehr frühe Vertreterin der multimodalen und komplementären Medizin. Ihr ganzheitliches Verständnis von Krankheit und Gesundheit erinnert stark an das der traditionellen chinesischen Medizin, wo auch jedes Leiden auf ein gestörtes Gleichgewicht zurückgeführt wird.

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