Day SPA

In einem guten Day Spa ist immer Raum und Zeit für Entspannung. 

Ein „Day-Spa“ bietet Schönheitspflege für den Körper und Entspannung für die Seele 

Was ist eigentlich ein „Spa“?
Für die Herkunft der Bezeichnung gibt es verschiedene Erklärungen. Eine lautet, „spa“ sei die Abkürzung für „sanus per aquam“, also gesund durch Wasser. Wahrscheinlicher ist, dass der belgische Badeort Spa dafür Pate stand, der bereits Ende des 16. Jahrhunderts für seine Heilkuren bekannt und besonders bei britischen Gästen beliebt war.

In der englischen Sprache hat das Wort „spa“ eine breite Palette an Bedeutungen: von Bad über Heilquelle bis zu Kurort. Der Deutsche Heilbäderverband heißt auf englisch „German Spa Association“. Spicht man im Deutschen von Spa, ist meist eine Kombination aus Kosmetik-, Schönheits-, Massage- und Wellness-Studio gemeint, auch „Day Spa“ genannt.


Kombination aus Schönheit, Gesundheit und Wohlbefinden

Als erstes „Day Spa“ bezeichnen manche den 1910 von Elizabeth Arden gegründeten Schönheitssalon in der 5th Avenue in New York. Kosmetikstudios gab es schon viel früher, aber die gebürtige Kanadierin und gelernte Krankenschwester war die erste, die ein ganzheitliches Konzept von Schönheit im Einklang mit Gesundheit und Wohlbefinden zu ihrem Markenzeichen machte. Bei ihr gab es nicht nur Make-up, sondern auch Massagen, Dampfbäder, Ernährungsberatung und Gymnastik.

Die Verbindung von Schönheit und gesundem Lebensstil gehört auch heute noch zum Kern der Spa-Philosophie. Jedes Day-Spa hat allerdings seine eigenen Schwerpunkte. Das können asiatische Heilmethoden sein, zum Beispiel Ayurveda oder Thai-Massagen, Thalasso-Anwendungen oder Behandlungen mit lokalen Spezialitäten wie Salz, Milch, Wein oder Kräuter. Meist gibt es neben Massagen und Bädern auch Body-Wraps (Packungen) und Körper-Peelings, spezielle Behandlungen für Hautprobleme (z. B. Akne) und für besondere Zielgruppen (z. B. Schwangere).


Jeder Behandlungsschritt wird erklärt

In einem guten Spa wird jeder Gast vor den Behandlungen nach seinen Erwartungen befragt, erklärt Angelika Baur-Schermbach, Leiterin des Kompetenz-Teams „Beauty & Spa“ beim Deutschen Wellness Verband (DWV). Auch bestimmte Hautprobleme oder andere Vorerkrankungen werden ermittelt. Da ein Day Spa im Unterschied zum Kosmetikstudio für einen längeren Aufenthalt gedacht ist, sollten Erfrischungen, zum Beispiel eine Früchtebar und Getränke, zur Verfügung stehen. Wichtig ist für Baur-Schermbach auch, dass jeder Behandlungsschritt genau erklärt und auf Wünsche des Kunden eingegangen wird. Welche Duftnote soll das Massageöl haben? Darf Musik laufen oder braucht der Gast eine stille Umgebung? Eine unverbindliche Beratung und ein Hautpflegeplan für zu Hause gehört für die Fachkosmetikerin zum Service.

Einen relativ jungen Trend hat Unternehmenberaterin Sylvia Glückert vom DWV ausgemacht. Es werde „immer angesagter, Spa-Partys zu feiern und Spa-Anwendungen in geselliger Runde zu genießen“, konstatiert die Leiterin der Fachgruppe Spa-Management im DWV. Das bestätigt Angelika Baur-Schermbach, die in München ein Day Spa leitet. Der Spa-Besuch werde zunehmend als soziales Event gesehen, insbesondere Jungesellinnenabschiedsfeiern starten oft mit einem Besuch im Spa, bevor es danach zum Essen und zum Tanzen geht.

Aber auch andere Gruppen, zum Beispiel Paare, Mutter und Tochter oder Arbeitskollegen sind Gäste im Day Spa.